Denkmäler

Burg von Penedono

Burg von Penedono, eine mittelalterliche Felsenfestung der Beira Alta im Distrikt Viseu, ein Nationaldenkmal, das mit dem sagenhaften Ritter Magriço verbunden ist.

Burg von Penedono
Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL, CC BY-SA 2.0 — Wikimedia Commons

Die Burg von Penedono, auch als Burg des Magriço bekannt, ist eine mittelalterliche Felsenfestung, die auf einem Granitfelsen im Herzen der Stadt Penedono im Distrikt Viseu, mitten in der Beira Alta, errichtet wurde. Ihre zerklüftete Silhouette mit spitzen Türmchen und pyramidenförmigen Zinnen macht sie zu einer der szenografisch eindrucksvollsten Burgen des portugiesischen Gebiets und zu einem identitätsstiftenden Wahrzeichen des Hochlands, das im Norden an das abgegrenzte Weinbaugebiet des Douro grenzt.

Geschichte

Die Besiedlung des Ortes geht auf die christliche Reconquista zurück, als die Region im Zuge der leonesischen Vorstöße gegen die muslimische Herrschaft neu besiedelt wurde. Während des gesamten Mittelalters war Penedono Teil der Verteidigungssysteme der inneren Grenze, wobei seine Ortschaft Ende des 14. Jahrhunderts dem Gebiet von Trancoso zugeschlagen wurde. Jener Zeit, auf Veranlassung der Familie Coutinho, wird die heutige Gestalt der Festung zugeschrieben, die aus Granit und Schiefer errichtet wurde.

Die Burg ist untrennbar mit der Gestalt des Álvaro Gonçalves Coutinho, des Magriço, verbunden, eines Ritters, den Luís de Camões in den Lusiaden (sechster Gesang) als einen der Zwölf von England verewigte, einer Gruppe portugiesischer Ritter, die zur Verteidigung der Ehre von Damen an den englischen Hof aufgebrochen sein sollen. Obwohl die unmittelbare Verbindung des Ritters zu diesem Platz eher der Überlieferung als der zeitgenössischen Dokumentation angehört, hat sich der Beiname „Burg des Magriço” tief im örtlichen Gedächtnis verwurzelt.

Architektur

Von geringen Ausmaßen, aber bemerkenswerter Komplexität, weist die Burg einen unregelmäßigen polygonalen, annähernd sechseckigen Grundriss auf, der dem Umriss des Felsens angepasst ist, der ihr als Sockel dient. Die von Zinnen mit pyramidenförmigem Abschluss gekrönten Mauern werden an den Ecken durch rechteckige Türme und durch Wehrtürmchen verstärkt, was dem Ganzen eine wuchtige und stark vertikal betonte Volumetrie verleiht.

Im Inneren ist eine gewölbte Zisterne erhalten, unentbehrlich für die Widerstandskraft im Belagerungsfall, ebenso wie Spuren von Wohnfunktionen, die diese Festung von rein militärischen Burgen unterscheiden. Die bauliche Lösung verbindet Merkmale der späten romanischen Architektur mit der gotischen Formensprache, in einem Beispiel, das den Übergang der portugiesischen Burgenkunde im 14. und 15. Jahrhundert gut veranschaulicht.

Klassifizierung und Aufwertung

Die Burg von Penedono ist seit 1910 als Nationaldenkmal eingestuft und gehört zu jenen Befestigungsanlagen, die das Verständnis des Verteidigungserbes der Beira prägen. Zwischen den 1940er und 1950er Jahren war sie Gegenstand von Restaurierungskampagnen der Denkmalverwaltung, welche die Mauern festigten und dem Denkmal einen Teil seines verlorenen Erscheinungsbildes zurückgaben.

Heute für Besucher geöffnet, bildet die Burg den wichtigsten Anziehungspunkt der Stadt und steht in Verbindung mit anderen Wahrzeichen des Netzes von Burgen der Beira Alta, wie der benachbarten Castelo de Numão, und trägt so dazu bei, eine Route durch das militärische Erbe der Landschaften zwischen Côa und Douro zu gestalten.

Häufige Fragen

Wo liegt die Burg von Penedono?
Die Burg erhebt sich auf einem Granitfelsen im Zentrum der Stadt Penedono, in der Gemeinde Penedono e Granja, im Kreis Penedono, Distrikt Viseu, in der Beira Alta.
Warum wird sie Burg des Magriço genannt?
Wegen der Überlieferung, die sie mit Álvaro Gonçalves Coutinho, dem Magriço, in Verbindung bringt, einem Ritter der sagenhaften Zwölf von England, die Camões in den Lusiaden besang und dessen Familie mit der Region verbunden war.
Ist die Burg von Penedono ein Nationaldenkmal?
Ja. Sie ist seit 1910 als Nationaldenkmal eingestuft und zählt zu den eigentümlichsten Felsenfestungen der Beira.

Quellen

  1. Castelo de Penedono — Wikipédia
  2. SIPA — Castelo de Penedono / Castelo do Magriço