Denkmäler
Burg von Numão
Die Burg von Numão, eine mittelalterliche Festung des Oberen Douro in Vila Nova de Foz Côa, Distrikt Guarda, eingebettet in eine weitläufige, als…
Im Herzen des Oberen Douro, auf einer felsigen Kuppe in etwa 677 Metern Höhe, beherrscht die Burg von Numão einen Horizont aus Hochebenen und weinbestandenen Hängen bei dem Dorf Numão, in der Gemeinde Vila Nova de Foz Côa, Distrikt Guarda. Mehr als eine isolierte Festung ist das, was hier überdauert hat, ein weitläufiger ummauerter Bezirk mit unregelmäßig ovalem Grundriss von etwa zwei Hektar, in dem sich einst Besatzung, Kirche, Zisterne und Häuser vereinten. Daher wird der Ort häufig als „Burg und ummauerte Stadt von Numão” bezeichnet.
Von den vorgeschichtlichen Ursprüngen zur mittelalterlichen Grenze
Die Wahl des Ortes war kein Zufall. Die Ausgrabungen haben eine Besiedlung zutage gefördert, die bis in die Vorgeschichte zurückreicht, mit Schichten aus dem Chalkolithikum und der Bronzezeit, die sich danach bis in die römische Zeit fortsetzte. Die erste schriftliche Erwähnung einer Festung stammt aus dem Jahr 960, dem Jahr, in dem Numão in der Liste der von D. Flâmula dem Kloster von Guimarães geschenkten Plätze erscheint — ein Zeugnis dafür, dass dieser Punkt schon damals die Übergänge des Oberen Douro kontrollierte.
Während der Festigung des Königreichs gewann die Stellung an militärischem Gewicht. Die Kämpfe der Reconquista sollen die ursprüngliche Burg beschädigt haben, worauf 1189 unter der Herrschaft von D. Sancho I. Verbesserungsarbeiten folgten, denen der Bergfried zugeschrieben wird. Bereits gegen Ende des 13. Jahrhunderts, im Jahr 1285, ließ D. Dinis die Festung wieder aufbauen und prägte einen Großteil des Erscheinungsbildes, das noch heute in den Mauerzügen und den dem Gelände angepassten Toren erkennbar ist.
Ein Bezirk zwischen Romanik und Gotik
Der Verteidigungsumfang, der romanische und gotische Elemente vereint, war durch eine große Zahl von Türmen verstärkt — die Überlieferung spricht von ursprünglich etwa fünfzehn, von denen heute ein halbes Dutzend erhalten ist. Mehrere Tore gaben Zugang zum Inneren, darunter das Haupttor im Süden. Daneben erheben sich die Ruinen der Kirche Santa Maria do Castelo romanischer Bauart sowie die Überreste einer Nekropole mit in den Fels gehauenen Gräbern, die das volkstümliche Gedächtnis als „Friedhof der Mauren” taufte. In der Mitte des Bezirks ist noch eine Zisterne erhalten, ein wesentliches Element für den Widerstand im Belagerungsfall.
Die Stadt innerhalb der Mauern verlor ab dem 16. Jahrhundert an Bedeutung, als die Bevölkerung außerhalb der Mauern abwanderte und die grundherrlichen Funktionen, die sie getragen hatten, erloschen. Der fortschreitende Verfall ließ die Anlage in Ruinen zurück, eine Lage, die erst im 20. Jahrhundert umgekehrt wurde, als die von der Denkmalverwaltung geförderten Restaurierungskampagnen Mauern und Bauwerke sicherten.
Numão besuchen
Die Burg von Numão zu durchstreifen heißt, im Gelände mehrere übereinanderliegende Geschichtsschichten zu lesen — von der vorgeschichtlichen Siedlung bis zur mittelalterlichen ummauerten Stadt. Seit 1910 als Nationaldenkmal klassifiziert, fügt sie sich in den Reiseweg der großen Burgen des Landesinneren und der befestigten Städte ein, die den portugiesischen Nordosten prägen. In geringer Entfernung liegen das Côa-Tal und seine berühmten Ensembles von Felskunst, was diese Kuppe zu einem bevorzugten Aussichtspunkt für alle macht, die das Erbe des Oberen Douro im Inneren der Region Centro erkunden.
Häufige Fragen
- Wo liegt die Burg von Numão?
- Sie erhebt sich auf einer felsigen Kuppe bei dem Dorf Numão, in der Gemeinde Vila Nova de Foz Côa, Distrikt Guarda, in der Region des Oberen Douro, tief im nordöstlichen Landesinneren Portugals.
- Wie alt ist die Festung von Numão?
- Die Besiedlung des Ortes reicht bis in die Vorgeschichte zurück, mit Schichten aus dem Chalkolithikum und der Bronzezeit. Die erste schriftliche Erwähnung einer Festung stammt aus dem Jahr 960, als Numão unter den von D. Flâmula dem Kloster von Guimarães geschenkten Festungen erscheint.
- Warum gilt sie als ummauerte Stadt und nicht nur als Burg?
- Der befestigte Bezirk mit unregelmäßig ovalem Grundriss von etwa zwei Hektar beherbergte nicht nur eine Militärbesatzung: Innerhalb der Mauern lag eine Siedlung mit Kirche, Zisterne und Nekropole und bildete so eine echte mittelalterliche ummauerte Stadt.
- Ist die Burg von Numão ein Nationaldenkmal?
- Ja. Sie ist seit 1910 als Nationaldenkmal klassifiziert.