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IPM — Portugiesisches Museumsinstitut

Das Portugiesische Museumsinstitut (IPM, 1991–2007) strukturierte die nationale Museumspolitik und schuf das Portugiesische Museumsnetz mit Sitz in Lissabon.

IPM — Portugiesisches Museumsinstitut
GualdimG, CC BY-SA 4.0 — Wikimedia Commons

Das Portugiesische Museumsinstitut (IPM) war die Einrichtung der Zentralverwaltung, die zwischen 1991 und 2007 die Museumspolitik des portugiesischen Staates leitete. Als juristische Person des öffentlichen Rechts, ausgestattet mit Verwaltungsautonomie und eigenem Vermögen und unter der Aufsicht des für den Bereich Kultur zuständigen Regierungsmitglieds, oblag ihm die Formulierung und Umsetzung der Strategie zum Schutz und zur Aufwertung des beweglichen Kulturerbes, die Koordinierung der nationalen Museen und die technische Unterstützung anderer musealer Einrichtungen. Sein Sitz befand sich in Lissabon.

Gründung und Aufgaben

Das IPM wurde durch das Gesetzesdekret Nr. 278/91 vom 9. August im Rahmen der Umstrukturierung der Dienste des früheren Portugiesischen Instituts für Kulturerbe geschaffen, von dem es die Abteilung für Museen und bewegliches Kulturerbe übernahm. So entstand eine spezialisierte Einrichtung, unabhängig von der Aufsicht über das gebaute Erbe, mit dem Auftrag, ein nationales Museumssystem zu strukturieren.

Zu seinen Zuständigkeiten zählten die unmittelbare Verwaltung einer Vielzahl von Nationalmuseen — darunter das Museu Nacional de Arte Antiga, das Museu Nacional dos Coches, das Museu Nacional do Azulejo oder das Museu Nacional Soares dos Reis —, die Festlegung technischer Normen für die Inventarisierung und Konservierung der Bestände, die Programmgestaltung von Ausstellungen und die portugiesische Vertretung in internationalen Museumsforen. Das Institut übernahm zudem die redaktionelle und ausbildende Koordinierung des Sektors und förderte die Professionalisierung der Museologie in Portugal.

Das Portugiesische Museumsnetz

Das einflussreichste Vermächtnis des IPM war die Schaffung des Portugiesischen Museumsnetzes im Jahr 2000. Ursprünglich als dem Institut unterstellte Projektstruktur konzipiert, ging das RPM aus einer Vorarbeit hervor, die eine Erhebung über die portugiesischen Museen umfasste — die erste systematische Bestandsaufnahme der nationalen Museumslandschaft. Das Netz führte ein Akkreditierungsmodell auf der Grundlage von Qualitätskriterien ein — Bestimmung, inventarisierte Sammlung, Erforschung, Konservierung, Ausstellung und Bildungsdienste — und legte damit Standards fest, die später im Rahmengesetz über die portugiesischen Museen von 2004 verankert wurden.

Über das RPM begann das IPM, Museen in staatlicher, kommunaler, privater und stiftungsrechtlicher Trägerschaft in einem gemeinsamen Rahmen technischer Zusammenarbeit, Ausbildung und finanzieller Förderung zu verbinden, und trug damit entscheidend zur Hebung des Niveaus der Museen des Landes bei.

Auflösung und Nachfolge

Im Rahmen des Programms zur Umstrukturierung der Zentralverwaltung des Staates (PRACE) wurde das IPM 2007 aufgelöst. Seine Aufgaben gingen zusammen mit denen des Portugiesischen Instituts für Konservierung und Restaurierung und der Missionsstruktur des Portugiesischen Museumsnetzes auf das neu geschaffene Institut für Museen und Konservierung (IMC) über, das die museale Aufsicht und die Konservierung des beweglichen Kulturerbes in einer einzigen Einrichtung bündelte.

Der Werdegang des IPM fügt sich in die Abfolge von Umstrukturierungen ein, die die Geschichte der Institutionen des Kulturerbes in Portugal prägten. Obwohl aufgelöst, hinterließ es einen institutionellen und normativen Rahmen — vor allem das Portugiesische Museumsnetz —, der das nationale Museumssystem bis heute strukturiert, nunmehr unter der Ägide seiner Nachfolgeeinrichtungen.

Häufige Fragen

Was war das Portugiesische Museumsinstitut?
Es war die öffentliche Einrichtung, die zwischen 1991 und 2007 die Museumspolitik des portugiesischen Staates formulierte und umsetzte, die nationalen Museen koordinierte und anderen Museen des Landes technische Unterstützung leistete.
Wann wurde das IPM gegründet?
Es wurde durch das Gesetzesdekret Nr. 278/91 vom 9. August im Zuge der Umstrukturierung der Dienste für bewegliches Kulturerbe des früheren Portugiesischen Instituts für Kulturerbe gegründet.
Was war der nachhaltigste Beitrag des IPM?
Die Schaffung des Portugiesischen Museumsnetzes im Jahr 2000, ein Instrument zur Qualifizierung und Akkreditierung der portugiesischen Museen, das bis heute das nationale Museumssystem strukturiert.
Welche Institution folgte auf das IPM?
2007 wurde das IPM aufgelöst und in das Institut für Museen und Konservierung (IMC) eingegliedert, das auch das Portugiesische Institut für Konservierung und Restaurierung sowie die Struktur des Portugiesischen Museumsnetzes zusammenführte.

Quellen

  1. Instituto Português de Museus (IPM) — Arquivo online do Património Cultural, I.P.
  2. Instituto dos Museus e da Conservação — Wikipédia
  3. Decreto-Lei n.º 278/91, de 9 de agosto — Diário da República