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Portugiesisches Museumsnetzwerk

Das Portugiesische Museumsnetzwerk ist das nationale System zur Akkreditierung und Zusammenarbeit zwischen Museen, das durch das Rahmenmuseumgesetz…

Portugiesisches Museumsnetzwerk
GualdimG, CC BY-SA 4.0 — Wikimedia Commons

Das Portugiesische Museumsnetzwerk (RPM) ist das zentrale Instrument der nationalen Museumspolitik: ein organisiertes System von Museen mit freiwilliger Mitgliedschaft und schrittweisem Aufbau, das auf Dezentralisierung, Vermittlung, Qualifizierung und Zusammenarbeit zwischen Institutionen ausgerichtet ist. Mehr als nur ein Verzeichnis, setzt das Netzwerk einen gemeinsamen technischen Standard, der in Portugal definiert, was im vollen Sinne des Wortes als Museum gelten kann.

Ursprung und rechtlicher Rahmen

Die RPM wurde im Jahr 2000 als Projektstruktur des Portugiesischen Museumsinstituts konzipiert, nachdem eine Umfrage unter den Museen des Landes eine große, aber stark heterogene Landschaft mit sehr unterschiedlichen Praktiken und Ressourcen offenbarte. Die Antwort auf diese Fragmentierung bestand darin, dem Sektor gemeinsame Kriterien und Kooperationsmechanismen an die Hand zu geben.

Der rechtliche Rahmen wurde 2004 mit der Veröffentlichung des Rahmenmuseumgesetzes (Gesetz Nr. 47/2004 vom 19. August) konsolidiert. Dieses Gesetz hatte vier strukturelle Auswirkungen auf den Sektor: Es definierte juristisch den Museumsbegriff, legte die museologischen Funktionen fest, institutionalisierte das Netzwerk selbst und schuf das Akkreditierungssystem. Der Prozess wurde später durch die Verordnung Nr. 3/2006 detailliert geregelt, die das Antragsformular für die Akkreditierung genehmigte.

Das Rahmenmuseumgesetz beschränkte sich nicht darauf, ein Netzwerk bestehender Institutionen zu organisieren: Indem es definierte, was ein Museum ist und was es tun soll, setzte es den Maßstab, an dem fortan die museologische Qualität in Portugal gemessen wurde.

Akkreditierung als Instrument

Der operative Kern des Netzwerks ist die Akkreditierung – die Bewertung und offizielle Anerkennung der technischen Qualität eines Museums mit dem Ziel, den Zugang zur Kultur zu fördern und das Kulturerbe zu bereichern. Die Akkreditierung überprüft, ob die Institution die wesentlichen museologischen Funktionen erfüllt: Forschung und Studium, Sammlungserweiterung, Inventarisierung und Dokumentation, Konservierung, Sicherheit, Interpretation und Ausstellung sowie Bildung. Es handelt sich nicht um einen Ehrentitel, sondern um die Bestätigung, dass ein Museum die Voraussetzungen erfüllt, um die Öffentlichkeit mit der nötigen Sorgfalt zu bedienen.

Im Laufe der Zeit nahm die Integration in das Netzwerk verschiedene Formen an: durch Inhärenz (im Fall der vom Zentralorgan verwalteten Museen), durch Vereinbarung, durch Aufnahmeantrag (bis 2007) und danach durch Akkreditierungsantrag. Im Jahr 2001, zu Beginn, traten 64 Museen bei – 28 durch Inhärenz und 36 durch Aufnahme – eine Zahl, die in den folgenden zwei Jahrzehnten stetig wuchs und Museen unter nationaler, kommunaler, privater und religiöser Trägerschaft umfasste.

Trägerschaft und institutionelle Entwicklung

Die für das Netzwerk verantwortliche Struktur folgte der Reorganisation der Kulturerbeverwaltung. Entstanden im Rahmen des Portugiesischen Museumsinstituts, wechselte sie 2007 zum Institut für Museen und Denkmalpflege, als dieses zuvor verstreute Kompetenzen bündelte, und ist seit 2012 Teil der Generaldirektion für Kulturerbe. Diese Trägerwechsel änderten nichts an ihrer Natur: Das Netzwerk blieb ein Raum für technische Zusammenarbeit und Qualifizierung, unterschieden von der direkten Trägerschaft über die nationalen Museen Portugals.

Heute vereint die RPM Institutionen großer geografischer, thematischer und governancebezogener Vielfalt und dient als Referenz für die Professionalisierung des Sektors, die Verbreitung bewährter Verfahren und die Gestaltung öffentlicher Politik. Ihre Existenz hat die portugiesische Museumslandschaft transformiert, indem sie die Zersplitterung durch ein System mit gemeinsamen Kriterien, Sprache und Qualitätsanspruch ersetzte.

Häufige Fragen

Was ist das Portugiesische Museumsnetzwerk?
Es handelt sich um ein organisiertes System von Museen mit freiwilliger Mitgliedschaft, das schrittweise aufgebaut ist und auf Dezentralisierung, Vermittlung, Qualifizierung und Zusammenarbeit zwischen Museen ausgerichtet ist. Derzeit wird es von der Generaldirektion für Kulturerbe verwaltet.
Wann wurde das Portugiesische Museumsnetzwerk gegründet?
Das Netzwerk wurde im Jahr 2000 als Projektstruktur im Rahmen des Portugiesischen Museumsinstituts konzipiert und 2004 durch das Rahmenmuseumgesetz institutionalisiert.
Was bedeutet es, wenn ein Museum vom Netzwerk akkreditiert wird?
Die Akkreditierung ist die offizielle Anerkennung der technischen Qualität eines Museums und bewertet die Erfüllung der gesetzlich definierten museologischen Funktionen. Sie ermöglicht den Zugang zu Förderprogrammen und die formale Integration in das Netzwerk.

Quellen

  1. Rede Portuguesa de Museus — Missão
  2. Lei n.º 47/2004, de 19 de agosto (Lei-Quadro dos Museus Portugueses)
  3. DGPC — Rede Portuguesa de Museus