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Centro de Portugal — Das Erbe der Beiras

Zwischen dem Ozean und der spanischen Grenze erstreckt sich die Region Centro, das geografische Herz Portugals und vielleicht auch sein historisches Herz. Es ist das Land der Beiras — Litoral, Alta und Baixa — ein Gebiet aus Gebirgen, Tälern und Hochebenen, in dem sich eine außergewöhnliche Dichte an Kulturerbe konzentriert: jahrtausendealte Universitäten, von der UNESCO eingeschriebene Klöster, ummauerte Städte und die älteste Menschenkunst Europas, in den Fels des Côa eingraviert.

In administrativer Hinsicht entspricht die Region den Distrikten Coimbra, Aveiro, Viseu, Guarda und Castelo Branco, ergänzt um einen Teil des Distrikts Leiria. Doch es ist die Erinnerung an die Beiras, die historischen Provinzen, die ihr vorausgingen, die ihre Identität am besten erklärt.

Der Küstenstreifen: Wissen und Meer

An der Küste wird die Region Centro von Coimbra beherrscht, dem Sitz einer der ältesten ununterbrochen tätigen Universitäten der Welt. Die Universität Coimbra — Alta und Sofia ist in die Welterbeliste eingeschrieben, und die Stadt bewahrt um sie herum ein unvergleichliches Ensemble: die Alte Kathedrale, bedeutendstes Beispiel der nationalen Romanik, und das Kloster Santa Cruz, Grablege der ersten Könige Portugals. Wenige Kilometer entfernt bewahren die Römischen Ruinen von Conímbriga die am besten erforschte römische Stadtanlage des Landes.

In nur wenigen Dutzend Kilometern verdichtet das Centro zweitausend Jahre: von der römischen Stadt Conímbriga zur mittelalterlichen Akademie von Coimbra. Wenige Regionen bieten eine so durchgehende Lesart der portugiesischen Geschichte.

Die großen Klöster und das befestigte Grenzland

Nördlich von Leiria erheben sich zwei der größten Bauwerke des Landes: das zisterziensische Kloster von Alcobaça, von einer fast abstrakten architektonischen Reinheit, und das gotisch-manuelinische Kloster von Batalha, errichtet zum Gedenken an den Sieg von Aljubarrota. Beide gehören zur Welterbeliste.

Zum Landesinneren hin wandelt sich die Landschaft im Ton. Die Grenzlinie — die raia — besäte die Beiras mit Burgen, Mauern und Wehrsiedlungen. Hier finden sich die zwölf Historischen Dörfer Portugals (darunter Monsanto, Sortelha, Idanha-a-Velha und Trancoso), Steinkerne, die Jahrhunderte des Grenzlebens bewahren, sowie die Bischofssitze von Viseu und der Guarda, Letztere die höchstgelegene Kathedrale des Landes.

Die älteste Kunst

Im äußersten Nordosten, im Distrikt Guarda, birgt das Côa-Tal das größte bekannte Freiluft-Ensemble paläolithischer Felskunst — Gravuren, die zehntausende Jahre alt sind und ebenfalls von der UNESCO eingeschrieben wurden. Es ist das Zeugnis dafür, dass das Centro bereits ein Ort der Kultur war, lange bevor Portugal existierte.

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Häufige Fragen

Welche Distrikte bilden die Region Centro in Portugal?
Die Region Centro (NUTS II) umfasst die Distrikte Coimbra, Aveiro, Viseu, Guarda und Castelo Branco sowie einen Teil des Distrikts Leiria. Sie entspricht in groben Zügen dem historischen Gebiet der Beiras.
Welches sind die Historischen Dörfer Portugals?
Es sind zwölf Dörfer der Beira interior: Almeida, Belmonte, Castelo Mendo, Castelo Novo, Castelo Rodrigo, Idanha-a-Velha, Linhares da Beira, Marialva, Monsanto, Piódão, Sortelha und Trancoso, fast alle geprägt von Burgen und Grenzmauern.
Welche Güter der Region Centro stehen auf der Welterbeliste?
Die Universität Coimbra (Alta und Sofia), das Kloster von Alcobaça, das Kloster von Batalha und die Felskunst des Côa-Tals stehen auf der Welterbeliste der UNESCO.

Quellen

  1. Região do Centro — Wikipédia
  2. Aldeias Históricas de Portugal — Turismo do Centro de Portugal