Denkmäler
Fort von São João Baptista das Berlengas
Fort von São João Baptista aus dem 17. Jahrhundert, auf der Insel Berlenga Grande vor Peniche, eine Seefestung und seit 1938 Nationaldenkmal.
Das Fort von São João Baptista das Berlengas erhebt sich auf einer kleinen felsigen Insel nahe Berlenga Grande, der größten Insel des Archipels der Berlengas, das vor Peniche im Distrikt Leiria liegt. Auf einem vom Atlantik umtosten Felsvorsprung errichtet und durch eine schmale Steinbrücke mit der Insel verbunden, bildet es eines der eigenwilligsten Beispiele portugiesischer maritimer Militärarchitektur und ist seit 1938 als Nationaldenkmal eingestuft.
Vom Kloster zur Festung
Der Ort war bereits vor dem Bau der Befestigung besiedelt. Um 1513 ließen sich unter der Schirmherrschaft von Königin Leonor Mönche des Hieronymitenordens auf der Insel nieder und gründeten ein Kloster, dessen Aufgabe auch die Unterstützung der Schifffahrt und die Rettung der Opfer der häufigen Schiffbrüche an jener Küste umfasste. Die Abgeschiedenheit, die Härte des Klimas und die Gefährdung durch Korsarenangriffe machten das klösterliche Leben schwierig, und die Gemeinschaft gab den Ort im Laufe des 16. Jahrhunderts schließlich auf.
Während des Restaurationskriegs (1640–1668) erkannte der Kriegsrat Johanns IV. den strategischen Wert von Berlenga als vorgeschobenen Wachposten der Küste. 1651 wurde der Abriss der Klosterruinen und die Wiederverwendung ihrer Steine für den Bau einer neuen Festung beschlossen, die um 1656 fertiggestellt wurde. Noch im Bau begriffen, widerstand das Bauwerk 1655 einem ersten Angriff von Korsarenschiffen.
Belagerung und Niedergang
Die berühmteste militärische Episode des Forts ereignete sich 1666, als eine weit überlegene spanische Flotte die Besatzung belagerte. Trotz des enormen Kräfteungleichgewichts hielten die Verteidiger mehrere Tage lang stand, bevor sie sich ergaben, eine Tat, die in das heldenhafte Gedächtnis der Nation einging. Die Festung sollte während des Portugiesischen Bürgerkriegs (1828–1834) erneut eine aktive Rolle spielen, damals in den Händen der Miguelisten, und diente den Liberalen als Stützpunkt beim Angriff auf die benachbarte Festung von Peniche.
Mit der Weiterentwicklung der Bewaffnung im Laufe des 19. Jahrhunderts verlor das Fort seine militärische Bedeutung und wurde 1847 seiner Artillerie beraubt, woraufhin es der Fischerei als Stützpunkt diente. Sein polygonaler Grundriss, mit seewärtigen, von Schießscharten durchbrochenen Seiten und an die Landseite gelehnten Kasematten, veranschaulicht gut den Typus der Küstenbefestigung, der die atlantische Küste schützte, und reiht sich ein in die Welt der portugiesischen Küstenforts und in die große Familie der Burgen und Verteidigungsbauten des Landes.
Wiederherstellung und heutige Nutzung
Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Fort teilweise wiederhergestellt und zu einer Unterkunft umgebaut, die als einfache Herberge für Besucher der Insel diente. Berlenga Grande gehört heute zu einem Naturschutzgebiet und wurde von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt, was den Schutz des baulichen Erbes mit der Bewahrung eines marinen und ornithologischen Ökosystems von großem Wert verbindet. Der Zugang erfolgt per Boot von Peniche aus über saisonale Verbindungen, und das aus der Insel, der Felseninsel und dem Fort gebildete Ensemble bildet eine der eindrucksvollsten Kulissen der portugiesischen Westküste.
Häufige Fragen
- Wo liegt das Fort von São João Baptista das Berlengas?
- Es liegt auf einer felsigen Insel nahe Berlenga Grande, im Archipel der Berlengas vor Peniche (Distrikt Leiria), und ist durch eine schmale Brücke mit der Insel verbunden.
- Wann wurde das Fort erbaut?
- Es wurde von König Johann IV. während des Restaurationskriegs errichtet, mit Bauarbeiten zwischen 1651 und 1656, auf den Ruinen eines früheren Hieronymitenklosters.
- Ist das Fort als Nationaldenkmal eingestuft?
- Ja, es ist seit 1938 als Nationaldenkmal eingestuft.