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Denkmäler
Burg Celorico da Beira
Castelo de Celorico da Beira in der Beira Alta: ovale Mauer, Turm, 1198 von León belagert, von D. Dinis erneuert, seit 1936 restauriert. Nationaldenkmal.
- Lage
- Celorico da Beira, Guarda
- Errichtet
- Séc. XII–XIV (reforma de D. Dinis); restauro de 1936 aos anos 1940
Die Burg Celorico da Beira krönt den Hügel über dem Ort Celorico da Beira im Distrikt Guarda. Die ovale Ringmauer und der quadratische Turm beherrschen die Häuserzeile und die Felder des Tals. Die Anlage ist seit dem Ende des 12. Jahrhunderts militärisch belegt. Das Bild, das sie heute bietet, verdankt sich jedoch fast ebenso sehr der Restaurierung des 20. Jahrhunderts wie dem Mittelalter, und das nationale Verzeichnis benennt dies offen.
Ungewisse Ursprünge
Das nationale Verzeichnis des Kulturerbes, I.P., räumt zunächst mit den Legenden auf. Kein materieller Befund verbindet den Hügel mit den Gründungen, die Brigo und den Túrdulos zugeschrieben werden. Auch ein Zusammenhang mit dem römischen Celióbriga ist nicht belegt. Eine lateinische Inschrift, die 1635 erwähnt wurde, ist später verschollen, und niemand weiß, wo sie gefunden wurde. Die Gemeinde Celorico weist ihrerseits darauf hin, dass einige Autoren an dieser Stelle eine proto-historische, romanisierte Siedlung (Castro) annehmen, und verweist auf eine römische Weihinschrift für eine vorrömische Gottheit. Eine Besiedlung vor dem Mittelalter ist somit weiterhin nicht nachgewiesen.
Auch der Übergang Celoricos an die portugiesische Krone und die Bautätigkeit der ersten Könige sind schlecht überliefert. Das Verzeichnis zitiert Adriano Vasco Rodrigues, der annimmt, dass der Ort bereits im 12. Jahrhundert befestigt war und dass D. Afonso Henriques ihn eroberte und den Bewohnern ein Foral verlieh.
Belagerungen und Stadtrechte
Die erste konkrete Erwähnung der Burg stammt von 1198. In jenem Jahr belagerten leonesische Truppen die Festung, und der Alcaide D. Rodrigo Mendes bat seinen Bruder D. Gonçalo Mendes, Alcaide der benachbarten Burg von Linhares, um Hilfe. 1217 verlieh D. Afonso II. Celorico ein Foral. 1246 belagerte der spätere D. Afonso III. die Festung im Rahmen des Bürgerkriegs gegen seinen Bruder D. Sancho II.
Die Umgestaltung unter D. Dinis
Das nationale Verzeichnis führt das heutige Gesamtbild auf eine umfassende Umgestaltung unter D. Dinis im 14. Jahrhundert zurück. Der Grundriss entspricht dem gotischen Modell: Die Ringmauer ist deutlich oval und passt sich dem Gelände an. Die Arbeiten sollen sich unter den Königen D. Afonso IV., D. Pedro und D. Fernando fortgesetzt haben.
Der Turm ist rechteckig, zweigeschossig und setzt sich im Nordostabschnitt an die Mauer an, eine für die aktive Verteidigung der Gotik typische Position. Der Zugang erfolgt über ein erhöhtes Portal mit Spitzbogen. Ursprünglich erreichte man es über eine bewegliche Leiter; heute führt eine Metalltreppe hinauf. Der Bering besitzt zwei Tore, im Süden und im Westen, eine Anordnung, die das Verzeichnis für möglicherweise noch romanischen Ursprungs hält.
Die Gemeinde deutet den Turm anders. Sie beschreibt die Burg als romanisch-gotisch mit zwei Eingängen und zwei Halbtürmen an der Südseite. Laut derselben Seite hätte der ursprüngliche Bergfried in der Mitte der Anlage gestanden, und von ihm seien keine Spuren erhalten; der heutige Turm sei jünger. Beide Quellen stimmen im dionysischen Datum der Ringmauer und in der Lage des Turms an der Mauer überein.
Verfall und Restaurierung
Im 16. Jahrhundert sind mehrere Ausbesserungen bezeugt, und 1640, kurz nach der Restauração, wurden Arbeiten durchgeführt. Ein Jahrhundert später beschrieb Jerónimo Contador de Argote die Burg jedoch als stark verfallen, mit zerstörten Mauerabschnitten und verschütteter Zisterne. Im 19. Jahrhundert beschleunigte sich der Abbau. 1817 bat der Corregedor der Comarca darum, die Steine für Pflasterarbeiten verwenden zu dürfen. 1835 überließ die Stadtverwaltung selbst Steine für den städtischen Markt, und weitere Zerstörungen folgten.
Die Restaurierung begann 1936 und zog sich bis in die frühen 1940er-Jahre hin. Das nationale Verzeichnis bezeichnet sie als eine erfinderische „Reintegration“. Mauern wurden wieder aufgebaut, das Erdreich im Inneren umgegraben und Böden, Dächer und Zinnenkränze verändert. Ein großer Teil des heute Sichtbaren geht auf dieses idealisierte Bild des Mittelalters zurück.
Auch in diesem Jahrhundert hat die Gemeinde Burg und Turm neu aufgewertet. Eine archäologische Ausgrabung zwischen Januar und März 2007 barg Tausende keramische Fragmente aus der Zeit vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 2008 folgten die Beleuchtung und die Aufwertung des Turms. Im Mai 2022 eröffnete die Gemeinde die Casas do Castelo, zwei restaurierte Gebäude, die eine Verbindung zur Burg herstellen.
Denkmalschutz
Die Burg ist Nationaldenkmal. Das Dekret vom 16. Juni 1910, veröffentlicht im Diário do Governo Nr. 136 vom 23. Juni 1910, stellte die Burg von Celorico unter Schutz. Das Dekret Nr. 8 176, veröffentlicht im Diário do Governo, I. Serie, Nr. 110, vom 3. Juni 1922, stellte die Burg samt ihrer Ringmauer unter Schutz. Die Burg gehört keiner UNESCO-Welterbestätte an. Der Kreis Celorico da Beira ist Teil des Biosphärenreservats Serra da Estrela.
Den Besuch vorbereiten
Bei der Abfrage am 5. November 2026 gab die kommunale Seite zur Burg tägliche Öffnungszeiten von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr an. Diese Seite wurde zuletzt im November 2020 aktualisiert. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Besuch beim Tourismusbüro von Celorico da Beira oder bei der Stadtverwaltung in der Rua Sacadura Cabral.
Celorico ist kein Teil der Aldeias Históricas de Portugal, doch gehört eines dieser Dörfer zum Kreis: Linhares da Beira, dessen Burg mit Celorico das Ereignis von 1198 teilt. Für eine vollständige Route empfehlen sich die Reiseseiten zur Região Centro sowie das Verzeichnis der Burgen Portugals.
Fotografie von Nmmacedo vom 21. März 2011. Original auf Wikimedia Commons, unter CC BY-SA 3.0; für das Web verkleinert und komprimiert, ohne Veränderung der Bildgestaltung.
Häufige Fragen
- Wann wurde die Burg Celorico da Beira erbaut?
- Der früheste gesicherte Beleg stammt von 1198, als die Burg von leonesischen Truppen belagert wurde. Ihr heutiges Erscheinungsbild geht vor allem auf eine Umgestaltung unter König D. Dinis im 14. Jahrhundert zurück sowie auf einen sehr eingreifenden Wiederaufbau ab 1936.
- Ist die Burg unter Denkmalschutz gestellt?
- Ja, sie ist Nationaldenkmal. Mit dem Dekret vom 16. Juni 1910 wurde die Burg von Celorico unter Schutz gestellt; das Dekret Nr. 8 176, veröffentlicht im Diário do Governo vom 3. Juni 1922, erweiterte den Schutz auf die Burg samt ihrer Ringmauer.
- Welche Verbindung besteht zu Linhares da Beira?
- Beide Burgen liegen im selben Kreis. Während der leonesischen Belagerung von 1198 bat der Alcaide von Celorico, D. Rodrigo Mendes, seinen Bruder D. Gonçalo Mendes, Alcaide von Linhares, um Hilfe. Linhares da Beira gehört zu den Aldeias Históricas de Portugal; Celorico gehört diesem Netzwerk nicht an.
- Wann kann man die Burg besichtigen?
- Bei der Abfrage am 5. November 2026 nannte eine kommunale Webseite, die im November 2020 aktualisiert wurde, tägliche Öffnungszeiten von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Besuch bei der Gemeinde oder dem Tourismusbüro nach den aktuellen Zeiten.
Quellen
- Património Cultural, I.P. — Castelo de Celorico da Beira, com a respectiva muralha (70710)
- Património Cultural, I.P. — Atlas do Património Classificado, Castelo de Celorico da Beira (NINV 2910)
- Diário do Governo — Decreto n.º 8 176 (I Série, n.º 110, 3-06-1922)
- Diário do Governo — Decreto de 16 de junho de 1910 (n.º 136, 23-06-1910)
- Município de Celorico da Beira — Castelo de Celorico da Beira
- Município de Celorico da Beira — Obras de requalificação do Castelo de Celorico da Beira e Torre de Menagem
- Município de Celorico da Beira — Inauguração das Casas do Castelo
- Município de Celorico da Beira — Castelo de Celorico da Beira (informações e horário)
- Wikidata — Castelo de Celorico da Beira (Q5049769)
- Aldeias Históricas de Portugal — Página inicial (lista das 12 aldeias)
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