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Denkmäler
Pfarrkirche Santa Maria de Airães
Santa Maria de Airães in Felgueiras: spätromanische Kirche mit drei Schiffen, Archivoltenportal und Azulejos des 17. Jahrhunderts. Ein Nationaldenkmal.
- Lage
- Lugar do Mosteiro, Airães, Felgueiras, Porto
- Errichtet
- Finais do século XIII ou inícios do XIV; ampliada nos séculos XVII e XVIII
Die Pfarrkirche Santa Maria de Airães liegt im Lugar do Mosteiro in der Gemeinde Airães, Kreis Felgueiras. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich romanische Formen im Gebiet des Tâmega e Sousa lange gehalten haben: Der mittelalterliche Bau ist spät datiert, weist gotische Gestaltungselemente auf und wurde später erweitert und mit barocker Ausstattung versehen. Sie gehört zur Rota do Românico.
Vom 11. bis zum 14. Jahrhundert
Die Rota do Românico verzeichnet Belege für eine Kirche an diesem Ort seit 1091. Das Register des Património Cultural, I.P. nennt dokumentarische Hinweise, die auf die Existenz des Gebäudes am Ende des 11. Jahrhunderts deuten, und ergänzt ein hypothetisches Datum, 1184, das auf einem inzwischen verschwundenen Stein der Kanzel gestanden haben soll. Überliefert wird es von Francisco Xavier da Serra Craesbeeck in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts. Es handelt sich also um eine Datierung, die eine Quelle des 18. Jahrhunderts weitergibt, und nicht um eine Inschrift, die heute zu sehen wäre.
Das erhaltene Gebäude wurde nach Angaben der Rota am Ende des 13. oder am Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet, was der späte Charakter der Kapitelle des Hauptportals sowie der Gesimse und Kapitelle der Apsis nahelegt. Das amtliche Register spricht von einem Umbau zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert, der dem Bau Elemente und Dekor gotischer Prägung verlieh und den Innenraum von einem auf drei Schiffe erweiterte. Die Arbeiten des 17. und 18. Jahrhunderts vergrößerten die Seitenschiffe und erneuerten die Innenräume. Zum Vergleich der Stilmerkmale siehe die romanische Architektur und die gotische Architektur in Portugal.
Sehenswertes
Der Grundriss ist längsgerichtet. Am Außenbau verzeichnet das Register seitlich eine Sakristei und einen Glockenturm, der von außen zugänglich ist. Man betritt die Kirche durch das Hauptportal mit vier vollständigen Archivolten, die auf Kämpfern über Säulen mit glattem Schaft ruhen. Kapitelle und Basen sind mit pflanzlichen Motiven und ineinander verschlungenen Kreisen gestaltet. Nach Angaben der Rota bewahrt der Innenraum die Apsis, überwölbt von einem Spitztonnengewölbe, sowie den Mittelteil der Hauptfassade, die zum romanischen Bau mit einschiffigem Grundriss gehören.
An den Wandsockeln finden sich quaderförmige Werksteine mit Kissenquadern, die römisch wirken. Daher nimmt die Rota an, dass an derselben Stelle ein älterer Bau gestanden habe, möglicherweise eine frühchristliche oder suebisch-westgotische Kirche. Dies ist eine Hypothese und keine gesicherte Tatsache.
Die Barockzeit hinterließ ihre Spuren im Presbyterium, das mit Azulejo-Feldern bekleidet ist (mehrfarbiges Muster des 17. Jahrhunderts in Blau und Gelb), mit einem zentralen Altar und einem Tabernakel in vergoldeter Holzschnitzerei sowie seitlichen Retabeln in farbig gefasster Schnitzerei mit pflanzlichem Dekor und Muschelornamenten. Zu diesen Ausstattungen siehe die Seiten über Azulejo und vergoldete Holzschnitzerei (Talha dourada). Die Rota hebt außerdem die polychrom gefasste Statue der Santa Maria aus Kalkstein hervor sowie in der Sakristei ein dekoratives Stück, das eine Rokoko-Krippe beherbergt.
Denkmalschutz
Die Kirche ist Monumento Nacional durch das Decreto n.º 129/77, veröffentlicht im Diário da República, I série, Nr. 226, vom 29. September 1977. Das Register des Património Cultural verweist auf einen Vorschlag für eine besondere Schutzzone mit einer befürwortenden Stellungnahme des Beratenden Rates des IGESPAR vom 12. November 2008, nennt jedoch keine Veröffentlichung einer Portaria. Die Kirche gehört keiner UNESCO-Welterbestätte an.
Restaurierungen
Die Rota verzeichnet Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1980 (durch die Pfarrei, mit fachlicher Anleitung der DGEMN), 1989 (Dachdeckung, Außenentwässerung und elektrische Anlage) und 1992 (Dächer, Decke und Altäre). Im Jahr 1998 wurde die Kirche in die Rota do Românico do Vale do Sousa aufgenommen; es folgten Arbeiten in den Jahren 2004, 2005 sowie 2013–2014 an den Dächern und Außenwänden.
Vorbereitung des Besuchs
Die von der Rota angegebene Adresse lautet Rua de Santa Maria, Airães. Laut der Abfrage der Rota do Românico vom 5. November 2026 ist ein Besuch nach vorheriger Anmeldung möglich; die Messen finden samstags um 16:00 Uhr und sonntags um 10:20 Uhr statt, und das Denkmal ist nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Das Patronatsfest wird am 15. August gefeiert. Bitte prüfen Sie Bedingungen und Anmeldung auf der offiziellen Seite der Rota (rotadoromanico.com).
In derselben Region ist das Mosteiro de Pombeiro, ebenfalls in Felgueiras, ein bedeutender Bezugspunkt der Romanik im Vale do Sousa.
Fotografie von Alegna13, vom 22. September 2011. Original auf Wikimedia Commons, unter CC BY-SA 3.0; für das Web verkleinert und komprimiert, ohne Veränderung der Bildkomposition.
Häufige Fragen
- Seit wann besteht die Kirche von Airães?
- Die Rota do Românico verzeichnet Belege für eine Kirche an dieser Stelle seit 1091, geht jedoch davon aus, dass das erhaltene mittelalterliche Gebäude am Ende des 13. oder am Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Das Register des Património Cultural nennt außerdem das Jahr 1184 als hypothetische Datierung, die angeblich auf einem inzwischen verschwundenen Stein der Kanzel eingemeißelt war und im 18. Jahrhundert überliefert ist.
- Handelt es sich um eine romanische oder eine gotische Kirche?
- Es handelt sich um ein spätromanisches Bauwerk. Das amtliche Register verweist auf einen Umbau im 13. und 14. Jahrhundert mit gotischen Gestaltungselementen und die Erweiterung des Innenraums von einem auf drei Schiffe; die Rota do Românico hebt den späten Charakter der Kapitelle des Portals hervor und bewahrt Apsis und Mittelteil der Fassade des romanischen Baus.
- Kann die Kirche besichtigt werden?
- Laut der Rota do Românico, Abfrage vom 5. November 2026, erfolgt der Besuch nach vorheriger Anmeldung, und das Denkmal ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht zugänglich. Die angegebenen Messen finden samstags um 16:00 Uhr und sonntags um 10:20 Uhr statt.
- Wie ist der Denkmalschutz geregelt?
- Monumento Nacional durch das Decreto n.º 129/77, veröffentlicht im Diário da República, I série, Nr. 226, vom 29. September 1977.
Quellen
- Património Cultural, I.P. — Igreja de Santa Maria de Airães (71193)
- Património Cultural, I.P. — Atlas do Património Classificado e em Vias de Classificação (NINV 3624)
- Diário da República — Decreto n.º 129/77, de 29 de setembro de 1977 (I série, n.º 226)
- Rota do Românico — Igreja de Santa Maria de Airães
- Wikidata — Igreja de Santa Maria de Airães (Q5994174)
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